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Transcatheter Technologies GmbH: Innovatives Medizintechnikunternehmen im BioPark gestartet

Die Transcatheter Technologies GmbH wurde im Januar 2009 im BioPark Regensburg gegründet und entwickelt neuartige Medizinprodukte, die das Trauma bei herzchirurgischen Eingriffen reduzieren kann.

Die so genannten „Transkatheter Aortenklappenprothesen“ stellen eine führende Technologie im Bereich der neuen Generation von kathetergestützten Herzklappenprothesen dar. Die beiden Gründer waren zuvor in Singapur tätig.

Eine entscheidende Weiterentwicklung in der Herzchirurgie gelang den zwei Firmengründern Hou-Sen Lim, einem Ingenieur aus Singapur und Dr. Wolfgang Götz, einem Herzchirurgen aus Regensburg. Beide Geschäftsführer arbeiteten bereits zusammen in Singapur und entwickelten dort Herzklappenprothesen, die aus patienteneigenem Gewebe hergestellt werden. Im Tiermodell gelang bereits die Implantation der „Transkatheter Aortenklappenprothese“ mit Hilfe eines Katheters, d.h. ohne die Öffnung des Brustkorbes, einer sonst aufwendigen und für den Patienten belastenden Operation. Dieser hoch innovative, neue Ansatz hat den High-Tech Gründerfonds und Bayern Kapital dazu bewogen, das junge Unternehmen in Regensburg mit einer Seed Finanzierung auszustatten. Die Firma ist nun im Regensburger BioPark gestartet um die Implantation einer Aortenklappenprothese, ohne Operation am offenen Herzen, auch für den Menschen zu ermöglichen.
Die Aortenklappenprothese wird mit einem Katheter über die Herzspitze oder über ein Leistengefäß in das schlagende Herz eingeführt. Die Patienten erholen sich wesentlich schneller von dem Eingriff und können das Krankenhaus nach kurzer Zeit verlassen. Das Besondere an dem neuen Verfahren ist die Möglichkeit, nach dem Einbringen und Testen der Klappe, diese bei Bedarf wieder neu zu positionieren. Gleichzeitig kann der Herzklappenstent sicher verankert werden, ohne empfindliche Strukturen des Herzgewebes zu verletzen. Derzeit werden weltweit 350.000 Aortenklappen implantiert. Dies entspricht einem Markt von mehr als 700 Mio. Euro. Das Verfahren kann auch für die Behandlung von Aortenklappenstenose, insbesondere bei älteren Patienten eingesetzt werden, für die eine normale Operation zur risikoreich wäre.